Forum und Gästebuch

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 Eintrag Nr. 1132 von Michael Bettighofer vom 11.04.2012 um 13.23Uhr
Hallo eurgiobahner,

ich bin ja auch einer der "Drahtzieher"
von Campusbahn=Groeßtenwahn. Warum!?
Nicht das ich gegen den Nahverkehr bin
und bin selber sogar in diesem Bereich
tätig.

Seit Jahren befasse ich mich mit dem
Thema Eisenbahn und bin selber
Lokführer. Die Campusbahn weißt folgende
Schächen auf:

keine Systemkompatibilität ( auch nicht
gewünscht) zum Netz der DB.

hohe Kosten im Kilometer, damit liegen
wir bei der DB im
Hochgeschwindigkeitsbereich.

Die Fahrzeuge und der Betriebshof müssen
von der Stadt bezahlt werden. Die Kosten
kann man sich sparen wenn das Netz der
euregiobahn ausgebaut würde. Abstellung
in Rothe Erde vorhanden und Aachen
HBF.Allein hier liegt ein
Einsparpotenzial von ca 120 Millionen!

Das Netz der EVS wird 2016 unter
Fahrdraht laufen.

Die C02 Bilanz würde sich insgesamt
verschlechtern, weil die Fahrspuren im
Bereich Trierstr und Adelbersteinweg auf
eine Spur reduziert würden. Der
Individualverkehr aber nicht schlagartig
abnimmt.

Ein Systemausbau über 2019 eher fraglich
ist, da das
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz
ausläuft und ein Ersatz dafür bis heute
nicht steht.

Akkufahrzeuge sind störanfällig und die
DB hat sich davon in den 90er Jahren
endgültig getrennt. Zumal das gesamte
System noch mehr kostet als eine 08/15
Straßenbahn. Dazu kommt das im Bereich
Infrastruktur ständig Überleitstellen
geschaffen werden müssen falls so ein
Fahrzeug liegen bleibt. Allein die
Kosten für Weichen und Signaltechnik
sind dabei nicht zu vernachlässigen.

Die Fahrzeuge liegen mit einer geringen
Losgröße schon im Kleinstserienbereich,
was für Problem in der
Ersatzteilversorgung schon mit sich
bringt.

Das gesamte Projekt basiert auf der
Tatsache den Campus an den Bushof
anzubinden, der Versuch ist gescheitert
also bindet man durch bis Brand...der
Fördergelder wegen! Sowas kann nicht
sein, da man in Brand in vier Jahren mal
eben die ganze Trierstr. umgebaut hat.
Ich meine was ist das für eine
Politik..so unter dem Motto "Sorry da
müssten wir nochmal ran".

So schön eine Straßenbahn sein mag, es
gibt in Aachen und Umgebung andere
Lösungen und die Campusbahn ist eben
nicht alternativlos, sondern sie ist
eine Option, wobei man andere Optionen
nie geprüft hat, was den Ausbau der
Eisenbahn in die südl. Städteregion
betrifft.

Ganz nebenbei wo soll in Brand den ein
P+R Parkplatz entstehen??

Ich habe drei Veranstaltungen besucht
und jedesmal mehr wurde ich davon
überzeugt, dass man hier auf
Fördergelder schaut die man schnell noch
mitnehmen will, was dazu führt, dass man
sich nicht in Ruhe mit den vorhandenen
Systemen auseinandersetzen will oder
wollte.

In diesem Sinne

MFG Michael


 Eintrag Nr. 1131 von euregiobahner vom 10.04.2012 um 16.11Uhr
Also eine Straßenbahn ist in der heutigen Zeit
schon ein Geschenk für eine Stadt wie Aachen
aber wenn dann sollte man sie dann schon mit
der Euregiobahn verknüpfen und der
streckenast via trierer straße sollte wirklich
verlegt werden auf die alte vennbahntrasse mit
option auf eine weiterführung in richtung eifel ;-
) aber meiner meinung nach ist die kohle dafür
einfach nicht da

 Eintrag Nr. 1130 von Manu vom 10.04.2012 um 14.11Uhr
irgendwie erinnert mich das ganze an die Einschienenbahn in Springfield

Die ganze Stadt fällt auseinander, überall muss was geflickt und erneuert werden, stattdessen kauft man etwas was niemand wirklich braucht, aber hauptsache man hat ein Prestigeprojekt.

Wie wäre es denn wenn man den Busverkehr komplett vom Autoverkehr abkoppelt, z.B. mit einer durchgehenden unabhängigen Busspur die ganze Trierer Str. hinab?


 Eintrag Nr. 1129 von Michael vom 04.04.2012 um 21.11Uhr
Hallo Steffen,

ja das ist mir bekannt mit Karlsruhe,
allerdings umso mehr wundert es mich,
dass sich die Öcher eine Akkubahn so
will ich sie mal nennen anschaffen
wollen. Mal davon abgesehen, dass die
Betriebssicherheit durch Abbau der
Akkukapazität schnell am Ende ist. Dazu
kommt, dass Fahrzeuge in keiner Weise so
ausgelegt sind, dass sie Vollbahn
tauglich sind. Fängt an bei den
Fahrmotoren und geht über die PZB bis
hin zum Wagenkastenaufbau. Das Modell in
Karlsruhe hätte Vorbild sein können. Nee
war nicht innovativ genug! Jetzt haben
die erstmal eine Absage bekommen im
Schaufenster E Mobilität ist kein Geld
zu holen. Tja da waren die
Endscheidungsfinder wohl andere Meinung.
Ich fände es innovativ wenn man
bestehende Systeme weiter entwickelt und
Strukturen nutzt die vorhanden sind,
dazu dann noch sinnvolle
Ergänzungen...als sich so ein Hightech
Teil zu leisten. Dazu nicht wieder
Unsummen von Geld ausgibt und die
Bevölkerung damit auf die Palme bringt,
dass man so ignorant und einen erneuten
Umbau der Trierstr pant, dazu wo die
gerade erst fertig ist. Dann wundern die
sich bei jedem Infoabend nur
niedergemacht werden. Sorry aber da muss
man langsam mal was gegen unternehmen...

 Eintrag Nr. 1128 von Steffen vom 04.04.2012 um 16.07Uhr
Hallo Michael,

die passenden Fahrzeuge fahren bereits mit größtem Erfolg in und um Karlsruhe! Sie sind DB-tauglich, straßenbahntauglich, und (zumindest technisch) auch NL-tauglich. Ich habe noch NIE etwas schlechtes über die Fahrzeuge gehört.

E-Mobilität kann man auch mit E-Bussen (dann als Zubringer zur neuen Bahn). Ob das auch Fördergelder bringt weiß ich allerdings nicht.

Schönen Abend
Steffen

 Eintrag Nr. 1127 von Michael vom 04.04.2012 um 14.43Uhr
Hallo Steffen,

also meine Erfahrung ist inzwischen die,
dass wenn du eine schnelle Anbindung von
z.B. Brand nach Aachen hast, dann nehmen
die Leute eine gewisse Entfernung auf
zur Innenstadt. Aktuell sieht man das an
der Poststr. in Alsdorf^. Da
regenerieren wir neue Fahrgäste. Die
nehmen die Bahn aus den Gründen, weil
sie keinen Parkplatz suchen oder eben
keine Lust haben die hohen Parkgebühren
zu bezahlen. Ich gebe dir Recht, dass
man solche Denkansätze wie du ihn hast
verfolgen sollte. Alles in allem besser
als eine Megabaustelle. Klar ist aber
auch, dass du dann Vollbahnfahrzeuge
brauchst. Ok das wäre machbar und immer
noch besser als diese Akkukisten, denn
die Kosten mal richtig Geld...weil eben
Kleinstserie. Ach noch was, die Stadt
bekommt keine Kohle aus dem Fenster E-
Mobilität!!!!!! Mal sehen was sie jetzt
anstellen um das Projekt umzusetzen. Ich
denke die Parteien intern haben jetzt
mal richtig Bauchschmerzen. Aber wer
über 100.000 Euro aus dem Fenster wirft,
der schmeißt auch nochmal die gleiche
Summe raus. Hoffentlich setzt sich die
Vernunft durch. Ansonsten machen wir
erstmal weiter wie gehabt.

MFG

Michael

 Eintrag Nr. 1126 von Steffen vom 03.04.2012 um 23.51Uhr
Hallo Michael,

Du schreibst ja selber, dass Umsteigen die Leute nicht auf die Schienen holt. Und der Hauptstrom dürfte in Aachen in die Innenstadt gehen. Daher muss in meinen Augen die "neue Schienenbahn" in die Innenstatd führen. Gleichzeitig will ich Deine Argumente für die Vennbahntrasse nicht außer Acht lassen. Darum wäre mein Favourit, Walheim-Aachen auf der Vennbahntrasse zu fahren und ab Hbf auf der Straße in die Innenstadt (Ausfädelung z.B. da, wo jetzt der überdachte Parkplatz ist).

Das sehe ich nämlich als rießen Manko der Euregiobahn: Sie fährt an der Aachener Innenstadt vorbei. Entweder man steigt irgendwo auf Busse um, oder man fährt gleich mit dem Bus. Von Stolberg ist man nämlich schneller mit dem Bus in Aachen (Innenstadt) als mit der Euregiobahn - und das ohne umzusteigen.

Da ich die Öcher aber mittlerweile gut genug kenne glaube ich, dass man sich für irgendwas entscheidet, das nichts ganzes und nichts halbes ist.

 Eintrag Nr. 1125 von Michael vom 03.04.2012 um 22.05Uhr
An Steffen,

die Kosten für eine
Hochgeschwindigkeitsstrecke....fangen
bei 12 Millionen Euro pro Kilometer an!
Na da ist die Campusbahn doch ein
Schnapper...nee die Vennbahnstrecke ist
zu billig, es wird erst gebaut wenn es
so richtig teuer und sinnfrei ist. Na
was dann wohl ein Kilometer Vennbahn
kostet!?? Keine 12 Millionen das ist
sicher!

 Eintrag Nr. 1124 von Michael vom 03.04.2012 um 21.55Uhr
Hallo Steffen,

ja diesen Vorschlag hatte ich auch schon
unterbreitet. Die Campusbahn über die
alte Vennbahntrasse zu leiten. Dadurch
das man sie über den Eisenbahnweg auf
den Adelbertsteinweg nach Aachen führt.
Das Planungsbüro wusste überhaupt nichts
von einer alten Eisenbahntrasse.
Offensichtlich wurden die nicht
informiert. Da die In Düsseldorf sitzen
sind Ortskenntnisse nicht gegeben
gewesen. Ich gebe die Recht, dass durch
die Vennbahnstrecke die Innenstadt nicht
angebunden ist. Man sollte aber
bedenken, dass der Aachener Hbf
angebunden wird...oder eben auch alle
anderen Bahnhöfe. Dazu meine unsere OB
nur, dass sein nicht so wichtig. Der
weitere Aspekt und den halte ich für
wichtig ist, dass der Stadt die Kosten
für einen Betriebshof und Fahrzeuge
erspart blieben. Diese belaufen sich
zusammen auf 121 Millionen Euro. Das ist
für Aachen nicht zu machen, es sei denn
man kürzt in vielen Bereichen. Die
Kredite, die die Stadt Aachen aufnehmen
muss, haben eine Laufzeit von 50
Jahren.Die Idee die Vennbahn wieder
aufzumachen, stößt in Brand auf mehr
Gegenliebe als wieder die Trierstr
auszureißen. Im übrigen, die Förderung
von Bund und Land gilt nur für den
Fahrweg dies sollte hier noch erwähnt
werden. Die Innenstadt wird zwar nicht
direkt angebunden aber die Vennbahn
erfasst wesentlich mehr
Siedlungsbereiche in Brand dazu kämen
dann noch Kornelimünster und Walheim.
Nicht zu vergessen das Gewerbegebiet
Eilendorf und das Camp Pirott in Aachen
Brand, wo auch ein Gewerbepark entsteht.

Vorteile bietet die Strecke eben weil du
die Menschen dort angebunden werden wo
sie wohnen. In Richterich bei der
Veranstaltung meine Frau Nacken...man
kann ja einen großen P+R Parkplatz in
Brand machen. Dazu würden die Menschen
dann mit Schnellbusverbindungen nach
Brand gebracht und steigen dann in die
Bahn um. Seltsam für 30km Entfernung
setze ich einen Bus und eine Straßenbahn
ein?? Nicht wirklich sinnvoll. Dazu wo
soll der Parkplatz entstehen?? Wenn nur
außerhalb von Brand! Dann macht es aber
wieder keinen Sinn! All diese
Erklärungen zeigen, dass man nichts
genaues weiß. Ständiges Umsteigen ist
ein knockout für den Autofahrer auf die
Bahn umzusteigen, gerade im Winter. Ich
habe durch die Veranstaltung inzwischen
sehr Infos bekommen allerdings wird hier
sehr viel schön geredet und
gerechnet.Betrachtet man die Kosten
alleine für einen Kilometer Strecke,
dann liegt der bei ca 12 Millionen. Für
das Geld bekommst du das doppelte an
Eisenbahnstrecke. Falls du magst werde
ich dir noch etwas ausführlicher
Antworten. Fakt ist, Campusbahn-
Groeßtenwahn will auch nicht einfach
DAGEGEN sein, sondern wir versuchen
Alternativen ins Feld zu führen. Denn
eins ist klar, diese Strecke wurde noch
nie in Planungen einbezogen...es gab mal
Gedankenspiele aber bei weitem nicht was
seriös und aussagekräftig wäre. Kippt
die Campusbahn, dann muss man sich was
überlegen. Die Trasse ist autak und
kommt nicht ständig mit dem
Individualverkehr in Berührung.Soviel
fürs Erste!

 Eintrag Nr. 1123 von Steffen vom 02.04.2012 um 17.21Uhr
Die Euregiobahn (bzw. deren verlängerung nach Süden) hat in meinen Augen einen entscheidenden nachteil gegenüber einer (echten) Straßenbahn: Sie fährt nicht in die Innenstadt! Menschen, die nach Aachen rein wollen müssten also weiterhin den Bus nehmen - und dafür braucht man keine weitere Bahn.

Die Campusbahn hat dafür den Nachteil, das sie nich über Hauptbahnhof fährt.

Eine Combilösung (wurde die eigentlich je ernsthaft geprüft?) könnte tatsächlich aus Walheim über die alte Strecke nach Rothe Erde und Hbf und weiter auf der Straße in die Innenstadt (und weiter bspw. nach Würselen - oder zum Westbahnhof und dort wieder auf die DB-Gleise)

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